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23. Mai 2016
Brandenburgs Ministerpräsident
Dr. Dietmar Woidke zu Besuch im Potsdamer ZZF

Bei seinem Besuch im ZZF bezeichnete Ministerpräsident Dietmar Woidke die Leistung des ZZF als "herausragende Geschichtsforschung und wertvolle Arbeit". Die Rolle des ZZF bei der Aufarbeitung der jüngsten Zeitgeschichte und der DDR-Diktatur werde weiter steigen, sagte der Ministerpräsident. Er informierte sich im Institut v.a. über aktuelle Projekte mit Brandenburg-Bezug und über die Online-Portale des ZZF.

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Presse-Information vom 23.05.2016 (pdf)

 


19. Mai 2016
Newsletter 2/2016 veröffentlicht

Der aktuelle ZZF-Newsletter stellt u.a. die Projekte "Die lange Geschichte der Wende" unter Leitung von Priv.-Doz. Dr. Kerstin Brückweh sowie zwei weitere vor, in der die Geschichte der Resozialisierung von Straftätern in der Bundesrepublik wissenschaftlich erforscht wird. Weiter informiert der ZZF-Newsletter über die Ausstellungseröffnung "Waldsiedlung Wandlitz - Eine Landschaft der Macht" am 12. Mai, neue Publikationen u.v.m.
 

 

Zum Newsletter 2/2016



13. Mai 2016
Ausstellung "Waldsiedlung Wandlitz - Eine Landschaft der Macht" eröffnet




Ein Volvo, den Staatssicherheitschef Erich Mielke nutzte, und ein Strohhut, den Staatschef Erich Honecker trug, sind zwei der über 100 Exponate, die Besucher seit gestern in der Ausstellung "Waldsiedlung Wandlitz - Eine Landschaft der Macht" im Barnim Panorama in Wandlitz sehen können. Kuratorin Dr. Elke Kimmel hat zahlreiche Dokumente, Fotos, Exponate und Presseartikel zusammengetragen. Zudem können sich die Besucher anhand einer Video- und einer Audiostation sowie einer begehbaren Bodenkarte ein Bild über die Waldsiedlung Wandlitz machen. Hier lebten die Mitglieder des SED-Politbüros mit ihren Familien in 21 Wohnhäusern mit zahlreichen Privilegien und 650 Bediensteten abgeschottet von der DDR-Bevölkerung. "Das Kooperationsprojekt des ZZF Potsdam und der Gemeinde Wandlitz ist ein sehr gelungener Beitrag zur Vermittlung der Geschichte von Herrschaft und Alltag in der DDR. Und zudem eine sehr produktive Zusammenarbeit zwischen Gemeinde, Kuratoren und Wissenschaft", lobte Dr. Petra Hausstein als Vertreterin des Ministeriums (MWFK des Landes Brandenburg) bei ihrer Begrüßungsrede vor den zahlreich erschienenen Besuchern die Ausstellung.

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10. Mai 2016
Tagungsbericht
Tagung: "Entgrenzung, Pluralisierung und Identitätsbestimmung. Herausforderungen der Zeitgeschichte in der Welt der Sozialwissenschaften"
(25.-27.02.2016, am ZZF Potsdam), Bericht auf H-Soz-u-Kult vom 10.05.2016, Autor: David Kuchenbuch
 


02. Mai 2016
Sebastian Brünger verteidigte erfolgreich seine Dissertation "Geschichte und Gewinn. Der Umgang deutscher Konzerne mit ihrer NS-Vergangenheit"

Sebastian Brünger hat am 20. April 2016 seine Promotion zum Thema "Geschichte und Gewinn. Der Umgang deutscher Konzerne mit ihrer NS-Vergangenheit" mit der Note "magna cum laude" abgeschlossen. Am Beispiel der vier deutschen Konzerne Bayer, Deutsche Bank, Daimler und Degussa untersucht er die Kontinuitäten und Brüche der Vergangenheitsbearbeitung deutscher Konzerne seit 1945 und erweitert damit die zeitgeschichtliche Perspektive auf die deutsche Geschichtskultur um die Dimension der Unternehmensgeschichte. 
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21. April 2016
ZZF-Mitarbeiter erhalten Publikations-Förderpreise

Mit dem "Preis zur Förderung der Übersetzung geisteswissenschaftlicher Werke", den der Börsenverein des Deutschen Buchhandels gemeinsam mit dem Auswärtigen Amt, der Fritz Thyssen Stiftung und der VG Wort vergibt, wurden zwei Werke von ZZF-Mitarbeitern ausgezeichnet. ZZF-Abteilungsleiter Rüdiger Graf erhielt die Förderung für seine Habilitationsschrift "Öl und Souveränität" (De Gruyter Oldenbourg), ebenso der von Direktor Frank Bösch editierte Band "Geteilte Geschichte. Ost- und Westdeutschland, 1970-2000" (Vandenhoeck & Ruprecht), den zahlreiche ZZF-Mitarbeiter gemeinsam verfasst haben. Beide Bücher werden nun in englischer Sprache erscheinen.  Mehr lesen... 


 

Medien News / ZZF in den Medien

29. Mai 2016
Süddeutsche Zeitung
Geistige Grenzgänger
Ralf Husemann über die Veröffentlichung des Buches 'Schwarzhörer, Schwarzseher und heimliche Leser' von ZZF-Wissenschaftlerin Franziska Kuschel, in dem sie sich mit der DDR-Staatsführung und den Westmedien auseinandersetzt. Es handelt sich hierbei um ihre Dissertation. Das Buch ist erschienen in der ZZF-Schriftenreihe "Medien und Gesellschaftswandel im 20. Jh.".
 

28. Mai 2016
Freie Presse
Zwischen Menschenhandel und humanitärer Aktion
Christina Zehrfeld berichtet über den Vortrag von ZZF-Historiker Jan Philipp Wölbern in der Stollberger Stadtbibliothek über Häftlingsfreikäufe in der DDR zwischen 1963 und 1989.
 

28. Mai 2016
rbb Abendschau
Ausflugstipp Wandlitz
Die Abendschau des rbb mit einem Rundgang durch das Barnim Panorama und der Sonderausstellung "Waldsiedlung Wandlitz", die inhaltlich durch Jürgen Danyel und Elke Kimmel realisiert wurde.
 

27. Mai 2016
taz
Innenansichten aus dem Ghetto
Uwe Rada über die Ausstellungseröffnung "Waldsiedlung Wandlitz" im Barnim Panorama bei Wandlitz sowie Hintergrundinformationen von Jürgen Danyel (ZZF).
 

25. Mai 2016
Potsdamer Neueste Nachrichten (PNN)
Das Schicksal Flüchtling
Richard Rabensaat berichtet vom Symposium "Thinking Beyond Crisis", das das ZZF zusammen mit dem Hannah Arendt Center am Bard Collage veranstaltet hat. Marion Detjen plädiert darin für einen produktiven Umgang mit der gegenwärtigen "Flüchtlingskrise".
 

25. Mai 2016
Potsdamer Neueste Nachrichten (PNN)
Woidke würdigt Zeithistoriker
Jan Kixmüller mit einem Beitrag über den Besuch des brandenburgischen Ministerpräsidenten Dr. Dietmar Woidke im Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam.
 

22. Mai 2016
Deutschlandradio Kultur
Warum öffentliches Nachdenken so wichtig ist
Im Interview mit Christian Möller spricht ZZF-Historikerin Marion Detjen über die unter anderem von ihr organisierte Tagung "Thinking Beyond Crisis". Darin fordert sie einen neuen Blick auf die derzeitige "Flüchtlingskrise" und betont die Chancen, die ein "Denken jenseits der Krise" bereithält.
Das Interview als Podcast zum Nachhören (ab ca. 33:30min)
 

20. Mai 2016
Märkische Allgemeine Zeitung
Todesstreifen im Weltkulturerbe
In Kürze wird die Geschichte des DDR-Grenzregimes am Potsdamer Jungfernsee von Nedlitz bis zur Babelsberger Enge wissenschaftlich erforscht. Das Brandenburgische Kulturministerium fördert ein Forschungsprojekt des ZZF Potsdam und des Vereins "Erinnerungsorte Potsdamer Grenze".


Weitere online verfügbare Medienberichte zur Ausstellungseröffnung finden Sie in unserem Online-Pressespiegel

 

Veranstaltungen

 

Konferenzen / Tagungen / Vorträge



Lange Nacht der Wissenschaften

Sonnabend, 11. Juni 2016 | 17 bis 24 Uhr
Chausseestr. 111, 10115 Berlin-Mitte

Das ZZF Potsdam ist bei der klügsten Nacht des Jahres mit mehreren Projektpräsentationen, Vorträgen und einem zeithistorischen Quiz am Standort der Leibniz-Gemeinschaft in Berlin vertreten. Zur Übersicht des ZZF-Angebots...



Buchvorstellung

22. Juni 2016 | 18-20 Uhr
Ort: ZZF Potsdam, Bibliothek

Andrea Bahr: "Parteiherrschaft vor Ort. Die SED-Kreisleitung Brandenburg 1961-1989"

Jan Palmowski: "Die Erfindung der sozialistischen Nation: Heimat und Politik im DDR-Alltag (Aus dem Englischen von Marcel Streng)

Bd. 3 und 4 der ZZF Reihe "Kommunismus und Gesellschaft" erscheinen im Juni 2016
 



Workshop

"Generationen linker Politik in der Bundesrepublik 1947 - 1984"

im Rahmen des Promotionskollegs "Geschichte linker Politik in Deutschland jenseits von Sozialdemokratie und Parteikommunismus"


23. Juni 2016
Ort: ZZF Potsdam

Anmeldung erforderlich

Mehr zum Workshop...



Workshop

Workshop "Ost-West-Konflikt im europäischen Kommunismus - internationaler Workshop anlässlich des 40. Jahrestags der letzten europäischen Kommunistenkonferenz in Ost-Berlin 1976"

23.-24. Juni 2016
Ort: Centre Marc Bloch, Berlin

Mehr zum Workshop...
 



Tagung

"Theorie trifft Praxis?"
Museen, Kurator/innen und Universitäten im Feld der Geschichtsausstellung

30. Juni - 1. Juli 2016
Ort: Historisches Museum, Frankfurt am Main

Zum Programm und zur Anmeldung...


Ausstellungen

 

Ausstellung
"Waldsiedlung Wandlitz - Eine Landschaft der Macht"


Ort: im Barnim Panorama 
Breitscheidstraße 8-9 in 16348 Wandlitz

Die Ausstellung ist vom 12. Mai bis zum 9. November 2016 geöffnet.

Die Ausstellung ist ein Kooperations-projekt der Gemeinde Wandlitz und des ZZF Potsdam.


Mehr zur Ausstellung, den Öffnungszeiten, Eintrittspreisen und Begleit-Publikationen...

 

Die Ausstellung wurde durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg (MWFK) und die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur gefördert.

Ausstellungsflyer (pdf)

 



Fotoausstellung
"Kollektivverpflegung".
Die Konsumgenossenschaften in der DDR


  © Zentralkonsum eG

Ort: Zentrum für Zeithistorische Forschung
am Standort "Am Neuen Markt 9d, 14467 Potsdam"

Die Ausstellung ist bis zum 31. August 2016 zu besichtigen.
Mo - Do: 10- 17 Uhr, Fr: 10 - 15 Uhr

 

Mehr Informationen zur Fotoausstellung (PDF)

Veranstaltungsreihen

 
Reihe "Menschen unter Diktaturen"


Nächste Termine:

8. und 9. Juli 2016 | jeweils 19 Uhr
Ort: Gedenkstätte Lindenstraße, Potsdam

Dokumentar-Theater-Projekt

"Die Wannsee-Konferenz"

Programmflyer der Veranstaltungsreihe mit allen Terminen (pdf)
 

Vortragsreihe
"Museum und Forschung. Neue Einblicke in die Bezirksgeschichte von Berlin-Schöneberg"

Nächster Termin der Reihe
6. Juni 2016, 18 Uhr
Ort: Schöneberg Museum | Jugend Museum

"Leben zwischen Ruinen"
Gespräche mit Zeitzeugen über die Schöneberger Nachkriegszeit

Referentin: Laura Throckenmorton

Programmflyer mit allen Terminen der Reihe (pdf)



Reihe "Potsdamer Gespräche" des Forums Neuer Markt
"Über Vielfalt und Grenzen. Vom Zusammenleben der Kulturen"

Auftakt der Reihe in diesem Jahr mit sechs Veranstaltungsterminen

7. Juni 2016, 18 Uhr
Ort: Filmmuseum Potsdam

Podiumsdiskussion mit Filmvorführung

"Der Genozid an den Jesiden - religiöse Vielfalt in Gefahr"


Dr. Mathias Richter (Märkische Allgemeine Zeitung) im Gespräch mit der Regisseurin Düsen Tekkal
Film: "HAWAR - Meine Reise in den Genozid"(2014, 110 Min.) von Düsen Tekkal
Programmflyer mit allen Terminen der Reihe (pdf)
 

Leibniz-Forschungsverbünde


Das ZZF Potsdam ist in zwei Leibniz-Forschungsverbünden vertreten:
Der Leibniz-Forschungsverbund „Historische Authentizität" wird vom ZZF Potsdam koordiniert (Koordinator: Dr. Achim Saupe), Sprecher ist ZZF-Direktor Prof. Dr. Martin Sabrow.


Die Website des Leibniz-Forschungsverbundes "Krisen einer globalisierten Welt" ist abrufbar unter dem Link http://www.leibniz-krisen.de/

 

 

 

 Neuerscheinungen

 

 

 

Elke Kimmel/Claudia Schmid-Rathjen

Waldsiedlung Wandlitz
Eine Region und die Staatsmacht


Ch. Links Verlag 2016, 64 Seiten
ISBN 978-3-86153-905-6

 

Die Waldsiedlung Wandlitz war auf keiner offiziellen Landkarte verzeichnet und trotzdem bekannt - sowohl in der DDR-Bevölkerung als auch in der Bundesrepublik. Der Name Wandlitz wurde zum Symbol für den Politik- und Lebensstil der SED-Machtelite, für deren Privilegien und zunehmende Abschottung von der Lebensrealität der DDR-Bevölkerung. Der historisch-kritische Überblick über die Geschichte der Waldsiedlung vermittelt Einblicke in die Lebenswelt der Politbüromitglieder, ihrer Familien und des für sie zuständigen Wach- und Dienstpersonals und benennt die Auswirkungen auf die Region.

 

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Jürgen Danyel/Elke Kimmel

Waldsiedlung Wandlitz
Eine Landschaft der Macht

 

Ch. Links Verlag 2016, 228 Seiten
ISBN 978-3-86153-876-9
 

Die Waldsiedlung Wandlitz bei Bernau war ein Symbol für den abgehobenen Politik- und Lebensstil der SED-Führung und für deren Abschottung von der DDR-Realität. Das Buch liefert erstmals einen historisch-kritischen Überblick über die Geschichte der ab 1958 errichteten und bis Anfang 1990 genutzten Wohnsiedlung für das SED-Politbüro. Anhand von neuem Quellenmaterial gibt das Werk Einblicke in die alltägliche Lebenswelt, die »Sonderversorgung« und das Sicherheitsregime in der vom Ministerium für Staatssicherheit betreuten Siedlung. Auch »Freizeitobjekte« und Jagdgebiete außerhalb von Wandlitz sowie die Protokollstrecke nach Berlin werden in Bild und Text beschrieben. Um »Wandlitz« rankten sich viele Gerüchte und Mythen, und die Privilegien der DDR-Führungsschicht sorgten für Unmut in der Bevölkerung. Die Autoren beleuchten, warum das Thema so große politische Sprengkraft erlangte und im Herbst 1989, nachdem Medienvertreter erstmals hinter die Mauern der Waldsiedlung blicken durften, mit zur Erosion der SED-Herrschaft beitrug.

 

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Thomas Werneke

Die Stimme der Vernunft?
Menschenrechtssprache als Teil des Politischen während des Ost-West-Konflikts, 1961-1973


erschienen in der Reihe: Europe plurielle / Multiple Europes - Band 56


Peter Lang Verlag 2016, 340 Seiten
ISBN 978-2-87574- 339-8 br.
 

Wie wurden Menschenrechte zum erfolgreichen Bestandteil politischer und ideologischer Argumentation während der 1960er und 1970er Jahre? Zur Beantwortung dieser Frage untersucht das Buch die Verwendungsweisen von Menschenrechtssprache in der professionellen Sphäre der Politik. Drei historische Ereignisse liefern die Grundlage für die semantische und rhetorische Untersuchung von Menschenrechtssprache im Kalten Krieg. Der Vietnamkrieg dient als Langzeitereignis. Er wird durch den Berliner Mauerbau im August 1961 und den Prager Frühling 1968 ergänzt. Das Buch liefert somit auch einen Beitrag zur Kulturgeschichte der Politik im Kalten Krieg.

 

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Raul Hilberg

Anatomie des Holocaust

hg. von Walter H. Pehle und René Schlott

S. Fischer Verlage 2016, 336 Seiten
ISBN 978-3-10-002505-0
 

 


Der große Historiker Raul Hilberg hat mit seinem Werk ›Die Vernichtung der europäischen Juden‹ die Erforschung des Holocaust maßgeblich geprägt. Auch sein Buch ›Täter, Opfer, Zuschauer‹ ist in der Debatte um die Geschichte des Nationalsozialismus bis heute zentral.
Der 2007 verstorbene Doyen der Holocaust-Forschung hat einen reichhaltigen Fundus an wichtigen Texten hinterlassen, die bislang nicht ins Deutsche übersetzt wurden. Im Band ›Anatomie des Holocaust‹ liegt nun erstmals eine Auswahl dieser Texte auf Deutsch vor.

 

Zugleich runden sehr persönliche Texte das Bild ab. Ein Band, der uns den Menschen und Historiker Raul Hilberg neu entdecken lässt.

 

 

 

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Martin Sabrow und Achim Saupe (Hrsg.)

Historische Authentizität

Wallstein Verlag 2016, 128 Seiten
ISBN 978-3-8535-1529-7
 

 


Die Beschäftigung mit der Vergangenheit zielt aktuell in einer nie gekannten Deutlichkeit auf historische Authentizität. Sie ist begleitet von der Suche nach dem vermeintlich »Echten« und dem Bestreben, das »Originale« zu erhalten. Dies zeigt sich etwa in der Wertschätzung des »Zeitzeugen«, des »authentischen Ortes« oder des »authentischen Objekts«. Die Erforschung dieses Phänomens und dem damit verbundenen Bestreben zur Autorisierung von Vergangenheit durch Authentisierung stehen im Mittelpunkt des Leibniz-Forschungsverbunds »Historische Authentizität«. Die vorliegende erste Publikation des Forschungsverbunds beschäftigt sich ausgehend von einem transdisziplinären Ansatz u. a. mit der auratischen Aufladung von Museumsdingen und dem Begriff des Weltkulturerbes, dem modernen Authentizitätsbegriff und einem vormodernen Verständnis von Authentizität. Ebenso wird nach den wissenschaftlichen Herausforderungen gefragt, die die zeitgenössische Sehnsucht nach historischer Authentizität aufwirft.

 

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Zeithistorische Forschungen/Studies in Contemporary History

hrsg. am Zentrum für Zeithistoirsche Forschung Potsdam von Frank Bösch, Konrad H. Jarausch und Martin Sabrow (Hrsg.)

Ausgabe, 13 (2016), Heft 1
Offenes Heft

Erschienen als Druck-Ausgabe 1/2016 im Verlag Vandenhoeck & Ruprecht sowie als Online-Ausgabe mit Beiträgen u.a. von Harriet Scharnberg, Rolf F. Nohr/Theo Röhle, Sina Fabian und Jan Philipp Wölbern. Die Online-Ausgabe lesen Sie hier

 

 


Jens Gieseke und Klaus Bachmann (Hrsg.)

The Silent Majority in Communist and Post-Communist States
Opinion Polling in Eastern and South-Eastern Europe

Peter Lang Edition 2016
ISBN 978-3-631-66668-5
 

 

This book takes stock of opinion polls in communist and post-communist states, presents specific case studies and answers the question how opinion polls under conditions of censorship and lack of media pluralism differ from those in liberal democratic societies. These polls were mostly used by the ruling establishment to observe shifts in popular opinion and to anticipate protests. They were hardly presented publicly to inform citizens about the prevailing views in their society. Today, these polls often display stories about everyday life, opinion shifts and the legitimacy of state institutions which cannot be derived from other sources.
 

 

 

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Jutta Braun und Michael Schäbitz (Hrsg.)

Von der Bühne auf die Straße
Theater und Friedliche Revolution in der DDR

Vorwerk 8 Verlag 2016
ISBN 978-3-940384-74-4
 

 

Die Publikation beschreibt erstmals den Anteil des Theaters der DDR am gesellschaftlichen Aufbruch in den 1980er Jahren. Hierbei wird die ambivalente Rolle der Künstler zwischen eingeübter Anpassung und dem immer wieder aufflackernden Geist des Widerspruchs gezeigt. Der Band basiert zum einen auf umfangreichem Archivmaterial, vor allem aus der Sammlung »Theater in der Wende« der Akademie der Künste in Berlin, deren besondere Entstehungsgeschichte und Potenzial vorgestellt werden. Zum anderen haben die Herausgeber eine Reihe von Interviews mit Schauspielern, Regisseuren, Dramatikern, Schriftstellern, Bühnenbildnern und weitere Zeitzeugen geführt.

 

 


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Florian Peters

Revolution der Erinnerung
Der Zweite Weltkrieg in der Geschichtskultur des spätsozialistischen Polen

Ch. Links Verlag 2016
ISBN 978-3-86153-891-2
 

 

Selten waren Geschichte und Erinnerung politisch so brisant wie im Polen der 1970er und 1980er Jahre. Historische Streitfragen wie der Hitler-Stalin-Pakt, Katyn, der Warschauer Aufstand und der Holocaust lieferten den Zündstoff, mit dem die demokratische Oppositionsbewegung das staatssozialistische Monopol auf die Vergangenheit herausforderte. Dieses Buch zeigt, wie stark die Revolution der Solidarnosc 1980 -1981 von historischen Bezügen durchdrungen war - aber auch, wie auf das geschichtstrunkene, kollektivistische Aufbegehren im Laufe eines Jahrzehnts die individualistische Wende von 1989 folgte. Indem es die Bedeutung des geschichtskulturellen Paradigmenwechsels für den polnischen Weg von der Solidarnosc zum Runden Tisch herausarbeitet, bietet es zugleich eine neue Sicht auf die gesamteuropäischen Umbrüche von 1989.


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Melanie Arndt

Politik und Gesellschaft nach Tschernobyl
(Ost-)Europäische Perspektiven

Ch. Links Verlag 2016
ISBN 978-3-86153-890-5
 

 

 

Als die Katastrophe von Tschernobyl vom 26. April 1986 fast vergessen schien, ließen die Bilder der brennenden Reaktorgebäude im japanischen Kernkraftwerk Fukushima Daiichi die Erinnerung an den sowjetischen Nuklearunfall wieder aufflammen. Hat Tschernobyl einen »anthropologischen Schock« ausgelöst, wie ihn Ulrich Beck unmittelbar nach der Katastrophe diagnostizierte? Und führt eine Nuklearkatastrophe tatsächlich zur Demokratisierung der Gesellschaft?
Autorinnen und Autoren aus fünf verschiedenen Ländern ziehen 30 Jahre nach »Tschernobyl« Bilanz. Mit Beiträgen zu den Auswirkungen der Katastrophe in der Ukraine, Belarus, Polen, der Türkei, Frankreich und Japan.

 

 


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Uwe Sonnenberg

Von Marx zum Maulwurf
Linker Buchhandel in Westdeutschland in den 1970er Jahren

Wallstein Verlag 2016
ISBN 978-3-8353-1816-8
 

Aus den Aufbrüchen der 1968er Jahre heraus entstanden bundesweit unzählige linke Verlage und Buchläden. Mit Klassikern des Marxismus und Schlüsseltexten der Studentenbewegung prägten sie in den 1970er Jahren wesentlich die politische Kultur der alten Bundesrepublik. Uwe Sonnenberg untersucht Entstehung, Charakter und Wandel dieses Buchhandels. Dabei nimmt der Autor mit dem Verband des linken Buchhandels (VLB) einen wenig bekannten, bislang einzigartigen Zusammenschluss in den Fokus.


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Franziska Kuschel

Schwarzhörer, Schwarzseher und heimliche Leser
Die DDR und die Westmedien

Wallstein Verlag 2016
ISBN 978-3-8353-1789-5
 

Die DDR konnte sich nur im geringen Maße gegenüber den westlichen Medien abschotten. Auf diese Weise entstand hier eine komplexe Mediengesellschaft, die Radio und Fernsehen, aber auch Publikationen aus zwei Systemen konsumierte und damit alltäglich die SED-Diktatur herausforderte. Franziska Kuschel untersucht zum einen die Strategien des Staates, den Konsum westlicher Medien zu verhindern oder wenigstens zu kontrollieren und einzudämmen, die vor allem in den 1950er und 60er-Jahren die Kriminalisierung der sogenannten »geistigen Grenzgänger« einschlossen. Zum anderen nimmt sie Strategien der Mediennutzer, diesem Druck zu begegnen und auszuweichen unter die Lupe. Erstmals wird so das Wechselverhältnis zwischen staatlicher Kontrolle und der eigensinnigen Aneignung der Medien analysiert.


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Mario Keßler
Revolution und Konterrevolution

Studien über Gewalt und Humanität aus dem Jahrhundert der Katastrophen

trafo Wissenschaftsverlag, 2016, 268 Seiten
ISbN 978-3864640810
 

Die Schlüsselwörter dieser Aufsatzsammlung, Revolution und Konterrevolution, die ihr auch den Titel gaben, haben Menschen oft beschäftigt. Eine Revolution ist dann unvermeidlich, wenn die vormals Herrschenden sich mit „halben“ Reformen zufriedengeben, um ihre Macht zu retten. Rechtzeitige Reformen, die eine Gesellschaft modernisieren, können hingegen überkommene Macht- und Besitzverhältnisse noch lange bewahren. Revolution und Konterrevolution bestimmten das Leben Theodor Bergmanns zwischen Gewalt und Humanität. Um diese Antipoden geht es in den Aufsätzen des hier vorliegenden Buches.


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