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20. Juli 2016
Hanno Hochmuth schloss erfolgreich seine Promotion an der FU Berlin ab

Hanno Hochmuth hat an der Freien Universität Berlin seine Promotion zum Thema „Öffent-lichkeit und Privatheit in Friedrichshain und Kreuzberg“ erfolgreich mit der Note „magna cum laude" abgeschlossen. In seiner Dissertationsschrift untersucht Hochmuth die geteilte Geschichte der beiden Berliner Bezirke Friedrichshain und Kreuzberg von 1961 bis 1989/90.

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19. Juli 2016
Botschafter der Republik Korea
zu Besuch im ZZF



Der Botschafter der Republik Korea, S.E. Lee Kyung-soo (2. v. r.), war am 19. Juli 2016 in Begleitung des Vereinigungsattachés der Botschaft, Herrn Hwang Seung-hee, zu Besuch im ZZF. Die Direktoren Frank Bösch und Martin Sabrow informierten die Gäste über die Forschungs-arbeiten des Instituts zur deutschen Teilung, zum Fall der Mauer und zur Vereinigung. Auf besonderes Interesse stieß auch die Vorstellung der zeitgeschichtlichen Online-Portale des ZZF. Man werde, so das Fazit, in allen insbesondere mit der Wiedervereinigung verbundenen Fragen in Kontakt bleiben.

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15. Juli 2016
Promotionsabschluss mit "summa cum laude"

Bodo Mrozek hat am 12. Juli 2016 an der Freien Universität Berlin seine Promotion zur Entstehung einer transnationalen Jugend- und Popkultur in der Mitte des 20. Jahhundert der Note "summa cum laude" abgeschlossen. In seiner Dissertationsschrift mit dem Titel "Delinquenz und Normalisierung. Von der Jugend- zur Popkultur 1953-1966“ analysiert Mrozek die Etablierung und Skandalisierung neuer kultureller Formate. Hauptschwerpunkte seiner Untersuchung sind England, Frankreich, die USA und beide deutsche Staaten.

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20. Juni 2016
Die neue Ausgabe der Zeitschrift "Zeithistorische Forschungen" ist online und als Druckausgabe erschienen. Die Beiträge in Heft 2/2016 thematisieren "Apartheid und Anti-Apartheid - Südafrika und Westeuropa". So fragt Christoph Marx zunächst, warum die weiße Minderheit in Südafrika so lange an der Apartheid festhielt. Und Detlef Siegfried diskutiert anhand des Albums "Graceland" von Paul Simon die Chancen und Grenzen des Kulturboykotts.

Diese und alle anderen Beiträge können Sie in der Online-Ausgabe des aktuellen Heftes hier lesen.

 
ZZF Presse-Information zur Ausgabe, 13 (2016), H.2. der Zeithistorischen Forschungen (pdf)  

  

 

Tagungsbericht
 

Internationaler Workshop "Ost-West-Konflikt im europäischen Kommunismus" (23. -24.06.2016, Berlin)
Tagungsbericht vom 20.07.2016 auf H-Soz-u-Kult von Helena Imenkämper
 

Workshop "Generationen linker Politik in der Bundesrepublik 1947 - 1984" (23.06.2016, Potsdam)
Tagungsbericht vom 01.07.2016 (pdf) 
von David Bebnowski und Dr. Ralf Hoffrogge

Audio-Beitrag über den Workshop
in: Deutschlandfunk, Aus Kultur- und Sozialwissenschaften vom 30.06.2016
Linke Politik in der BRD 1947-1984

 

13. Potsdamer Doktorandenforum zur Zeitgeschichte (11.-12.02.2016)
"Neue Wege in die Zeitgeschichte"
Tagungsbericht vom 15.07.2016 auf H-Soz-u-Kult von Janine Funke

 

Medien News / ZZF in den Medien


20. Juli 2016
Tagesspiegel
Braunbrüter an der Costa Brava
Ab den Siebziger Jahren wurde Spanien zum Lieblingsurlaubsland der Deutschen. Die ZZF-Historikerin Sina Fabian erzählt in Ihrem Artikel eine kleine Geschichte des modernen Pauschalurlaubs. Diese Fassung der Autorin beruht auf einem Text, der in der Zeitschrift „Zeithistorische Forschungen“ (Heft 1/2016 im Verlag Vandenhoeck & Ruprecht) erschienen ist.


12. Juli 2016
DRadio Wissen
Hausbesetzer - die gleichen Argumente wie früher
Aus aktuellem Anlass ein Interview mit Hanno Hochmuth über die Geschichte der Hausbesetzungen in West-Berlin. Hochmuth hat zum Thema für seine Dissertation geforscht, die am ZZF Potsdam entstand.
(Interview als Podcast zum Nachhören: 12:45 min - 18:45 min)
 

11. Juli 2016
Deutschlandradio Kultur
Medienkampf mit dem Klassenfeind
ZZF-Historikerin Franziska Kuschel hat sich mit dem Konsum westlicher Medien in der DDR beschäftigt. Über ihre kürzlich erschienene Studie "Schwarzhörer, Schwarzseher und heimliche Leser. Die DDR und die Westmedien" sprach sie in einem ausführlichen Interview mit Joachim Scholl im Deutschlandradio.
Das Interview als Podcast zum Nachhören (9:18min).
 

10. Juli 2016
Süddeutsche.de
Postsozialistische Ebenen
Schon die Einführung des Historikers Sabrow sei lesenswert, urteilt Werner Hornung in seiner Buchbesprechung über den Essayband "Experiment Einheit" (Wallstein Verlag, 2015), der auf 168 Seiten dem Wandel seit der Wiedervereinigung nachspürt. Der Band ergänzt die Ausstellung "Alltag Einheit. Portrait einer Überganggesellschaft" des ZZF Potsdam und des Deutschen Historischen Museums in Berlin (27. Mai 2015 - 3. Januar 2016).


7. Juli 2016
SWR2- Buchkritik
Lesenswert lautet das Fazit von Rudolf Walthers Buchritik zu "Raul Hilberg: Anatomie des Holocaust". Das Buch, herausgegeben von Walter H. Pehle und ZZF-Wissenschaftler René Schlott enthält 13 Aufsätze und Vorträge, die bisher nur an entlegenen Publikationsorten auf Englisch zugänglich waren. In ihnen zeigen sich exemplarisch die Grundzüge von Hilbergs Arbeit.

Eine Übersicht weiterer Medienbeiträge über das ZZF finden Sie in unserem Online-Pressespiegel

 

Veranstaltungen

 

Konferenzen / Tagungen / Vorträge

 

Kongress

51. Deutscher Historikertag

Der Kongress steht unter dem Motto
"Glaubensfragen"

20.-23. September 2016 | Universität Hamburg

Hier finden Sie eine Übersicht über die Beteiligung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des ZZF Potsdam an Sektionen auf dem 50. Deutschen Historikertag (pdf)

Zum gesamten Programm des Historikertages 2016...

 


 

Konferenz

 

40th Annual Conference of the German Studies Association

 

Die Konferenz der GSA bietet Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Bereichen der deutschen Geschichte, Literatur, Kultur und Politik eine Bühne. Die Vorträge und Diskussionen decken den Zeitraum vom Mittelalter bis in die Gegenwart ab.

 

29. September - 2. Oktober 2016 | Town & Country, Resort & Convention Center, San Diego, Kalifornien

 

Hier finden Sie eine Übersicht über die Betieligung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des ZZF Potsdam an Sektionen und Podiumsdiskussionen auf der diesjährigen GSA-Tagung (pdf)

 

Mehr Informationen zur GSA-Tagung...

 

Ausstellungen

 

Ausstellung
"Waldsiedlung Wandlitz - Eine Landschaft der Macht"


Ort: im Barnim Panorama 
Breitscheidstraße 8-9 in 16348 Wandlitz

Die Ausstellung ist vom 12. Mai bis zum 9. November 2016 geöffnet.

Die Ausstellung ist ein Kooperations-projekt der Gemeinde Wandlitz und des ZZF Potsdam.


Mehr zur Ausstellung, den Öffnungszeiten, Eintrittspreisen und Begleit-Publikationen...

 

Die Ausstellung wurde durch das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg (MWFK) und die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur gefördert.

Ausstellungsflyer (pdf)

 



Fotoausstellung
"Kollektivverpflegung".
Die Konsumgenossenschaften in der DDR


  © Zentralkonsum eG

Ort: Zentrum für Zeithistorische Forschung
am Standort "Am Neuen Markt 9d, 14467 Potsdam"

Die Ausstellung ist bis zum 31. August 2016 zu besichtigen.
Mo - Do: 10- 17 Uhr, Fr: 10 - 15 Uhr

 

Mehr Informationen zur Fotoausstellung (PDF)


Veranstaltungsreihen

 
Reihe "Menschen unter Diktaturen"


Nächster Vortrag in der Reihe:

15. September 2016 | jeweils 19 Uhr
Ort: Gedenkstätte Lindenstraße, Potsdam

Das Recht gegen die Partei verteidigt?
Die Geschichte eines Potsdamer Staatsanwalts im Dritten Reich

Referent: Lorenz Völker (Berlin)

Programmflyer der Veranstaltungsreihe mit allen Terminen (pdf)
 

Reihe "Potsdamer Gespräche" des Forums Neuer Markt
"Über Vielfalt und Grenzen. Vom Zusammenleben der Kulturen"

Reihe mit sechs Veranstaltungsterminenin 2016

13. September 2016, 18 Uhr
Ort: Filmmuseum Potsdam

Gespräch mit Filmvorführung

"Ungarn 1956 - 1989 - 2015:
Vom Kampf für die Freiheit über die Sprengung des Eisernen Vorhangs zur autoritären Herrschaft und Abschottung?"


Programmflyer mit allen Terminen der Reihe
(pdf)
 
 

Leibniz-Forschungsverbünde


Das ZZF Potsdam ist in zwei Leibniz-Forschungsverbünden vertreten:
Der Leibniz-Forschungsverbund „Historische Authentizität" wird vom ZZF Potsdam koordiniert (Koordinator: Dr. Achim Saupe), Sprecher ist ZZF-Direktor Prof. Dr. Martin Sabrow.


Die Website des Leibniz-Forschungsverbundes "Krisen einer globalisierten Welt" ist abrufbar unter dem Link http://www.leibniz-krisen.de/

 

 

 

 

 Neuerscheinungen

 

 

 

 

Zeithistorische Forschungen/Studies in Contemporary History

hrsg. am Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam von Frank Bösch, Konrad H. Jarausch und Martin Sabrow

Jahrgang 13 (2016), Heft 2
Themenheft: Apartheid und Anti-Apartheid - Südafrika und Westeuropa
herausgegeben von Knud Andresen und Detlef Siegfried

Erschienen als Druck-Ausgabe 2/2016 im Verlag Vandenhoeck & Ruprecht sowie als Online-Ausgabe mit Beiträgen u.a. von Christoph Marx, Knut Andresen, Detlef Siegfried, Sebastian Justke und Sebastian Tripp. Zur Online-Ausgabe gelangen Sie hier

 
 

 

Jan Palmowski

Die Erfindung der sozialistischen Nation
Heimat und Politik im DDR-Alltag

erschienen in der Reihe: Kommunismus und Gesellschaft - Band 4
 

Ch. Links Verlag 2016, 368 Seiten
ISBN 978-3-86153-892-9

Wie konnte ein scheinbar so stabiles Gemeinwesen wie die DDR so plötzlich in sich zusammenfallen? Diese Studie handelt davon, wie das SED-Regime eine eigene »nationale« Identität erfand und wie die DDR-Bürgerinnen und -Bürger mit ihr umgingen. Angesichts des Widerspruchs zwischen den propagierten sozialistischen Idealen von Gemeinschaft, Identität und Heimatliebe und der Lebenswirklichkeit entwickelten sie eigene Vorstellungen von Zugehörigkeit und Identität und verbargen ihre Distanz zum Regime unter einer Maske regelkonformen Verhaltens. So trugen sie bis 1989 zur scheinbaren Stabilität der Parteiherrschaft bei und entledigten sich der ungeliebten »Nation« DDR mit Leichtigkeit, als es zur Revolution kam.

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Andrea Bahr

Parteiherrschaft vor Ort
Die SED-Kreisleitung Brandenburg 1961 - 1989

erschienen in der Reihe: Kommunismus und Gesellschaft - Band 3

Ch. Links Verlag 2016, 368 Seiten
ISBN 978-3-86153-893-6

Über 9000 SED-Funktionäre repräsentierten und organisierten die sozialistische Diktatur vor Ort. Obwohl sie an der wichtigen Schnitt stelle zwischen dem Regime und den Bürgern standen, war bislang unbekannt, wie die Praxis der »Kreisfürsten« und ihrer lokalen Parteiapparate aussah. Andrea Bahr blickt erstmals systematisch hinter die Kulissen einer SED-Kreisleitung, indem sie die Herrschaftsroutine in Brandenburg an der Havel analysiert. Dabei treten erstaunliche Denk- und Handlungsstrukturen zu Tage.

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Elke Kimmel/Claudia Schmid-Rathjen

Waldsiedlung Wandlitz
Eine Region und die Staatsmacht


Ch. Links Verlag 2016, 64 Seiten
ISBN 978-3-86153-905-6

 

Die Waldsiedlung Wandlitz war auf keiner offiziellen Landkarte verzeichnet und trotzdem bekannt - sowohl in der DDR-Bevölkerung als auch in der Bundesrepublik. Der Name Wandlitz wurde zum Symbol für den Politik- und Lebensstil der SED-Machtelite, für deren Privilegien und zunehmende Abschottung von der Lebensrealität der DDR-Bevölkerung. Der historisch-kritische Überblick über die Geschichte der Waldsiedlung vermittelt Einblicke in die Lebenswelt der Politbüromitglieder, ihrer Familien und des für sie zuständigen Wach- und Dienstpersonals und benennt die Auswirkungen auf die Region.

 

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Jürgen Danyel/Elke Kimmel

Waldsiedlung Wandlitz
Eine Landschaft der Macht

 

Ch. Links Verlag 2016, 228 Seiten
ISBN 978-3-86153-876-9
 

Die Waldsiedlung Wandlitz bei Bernau war ein Symbol für den abgehobenen Politik- und Lebensstil der SED-Führung und für deren Abschottung von der DDR-Realität. Das Buch liefert erstmals einen historisch-kritischen Überblick über die Geschichte der ab 1958 errichteten und bis Anfang 1990 genutzten Wohnsiedlung für das SED-Politbüro. Anhand von neuem Quellenmaterial gibt das Werk Einblicke in die alltägliche Lebenswelt, die »Sonderversorgung« und das Sicherheitsregime in der vom Ministerium für Staatssicherheit betreuten Siedlung. Auch »Freizeitobjekte« und Jagdgebiete außerhalb von Wandlitz sowie die Protokollstrecke nach Berlin werden in Bild und Text beschrieben. Um »Wandlitz« rankten sich viele Gerüchte und Mythen, und die Privilegien der DDR-Führungsschicht sorgten für Unmut in der Bevölkerung. Die Autoren beleuchten, warum das Thema so große politische Sprengkraft erlangte und im Herbst 1989, nachdem Medienvertreter erstmals hinter die Mauern der Waldsiedlung blicken durften, mit zur Erosion der SED-Herrschaft beitrug.

 

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Thomas Werneke

Die Stimme der Vernunft?
Menschenrechtssprache als Teil des Politischen während des Ost-West-Konflikts, 1961-1973


erschienen in der Reihe: Europe plurielle / Multiple Europes - Band 56


Peter Lang Verlag 2016, 340 Seiten
ISBN 978-2-87574- 339-8 br.
 

Wie wurden Menschenrechte zum erfolgreichen Bestandteil politischer und ideologischer Argumentation während der 1960er und 1970er Jahre? Zur Beantwortung dieser Frage untersucht das Buch die Verwendungsweisen von Menschenrechtssprache in der professionellen Sphäre der Politik. Drei historische Ereignisse liefern die Grundlage für die semantische und rhetorische Untersuchung von Menschenrechtssprache im Kalten Krieg. Der Vietnamkrieg dient als Langzeitereignis. Er wird durch den Berliner Mauerbau im August 1961 und den Prager Frühling 1968 ergänzt. Das Buch liefert somit auch einen Beitrag zur Kulturgeschichte der Politik im Kalten Krieg.

 

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Raul Hilberg

Anatomie des Holocaust

hg. von Walter H. Pehle und René Schlott

S. Fischer Verlage 2016, 336 Seiten
ISBN 978-3-10-002505-0
 

 


Der große Historiker Raul Hilberg hat mit seinem Werk ›Die Vernichtung der europäischen Juden‹ die Erforschung des Holocaust maßgeblich geprägt. Auch sein Buch ›Täter, Opfer, Zuschauer‹ ist in der Debatte um die Geschichte des Nationalsozialismus bis heute zentral.
Der 2007 verstorbene Doyen der Holocaust-Forschung hat einen reichhaltigen Fundus an wichtigen Texten hinterlassen, die bislang nicht ins Deutsche übersetzt wurden. Im Band ›Anatomie des Holocaust‹ liegt nun erstmals eine Auswahl dieser Texte auf Deutsch vor.

Zugleich runden sehr persönliche Texte das Bild ab. Ein Band, der uns den Menschen und Historiker Raul Hilberg neu entdecken lässt.

 

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Martin Sabrow und Achim Saupe (Hrsg.)

Historische Authentizität

Wallstein Verlag 2016, 128 Seiten
ISBN 978-3-8535-1529-7
 

 


Die Beschäftigung mit der Vergangenheit zielt aktuell in einer nie gekannten Deutlichkeit auf historische Authentizität. Sie ist begleitet von der Suche nach dem vermeintlich »Echten« und dem Bestreben, das »Originale« zu erhalten. Dies zeigt sich etwa in der Wertschätzung des »Zeitzeugen«, des »authentischen Ortes« oder des »authentischen Objekts«. Die Erforschung dieses Phänomens und dem damit verbundenen Bestreben zur Autorisierung von Vergangenheit durch Authentisierung stehen im Mittelpunkt des Leibniz-Forschungsverbunds »Historische Authentizität«. Die vorliegende erste Publikation des Forschungsverbunds beschäftigt sich ausgehend von einem transdisziplinären Ansatz u. a. mit der auratischen Aufladung von Museumsdingen und dem Begriff des Weltkulturerbes, dem modernen Authentizitätsbegriff und einem vormodernen Verständnis von Authentizität. Ebenso wird nach den wissenschaftlichen Herausforderungen gefragt, die die zeitgenössische Sehnsucht nach historischer Authentizität aufwirft.

 

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